„Wie heisst du denn?“, fragt sie mich auf dem Sessellift.
„Oh, Jacques Robert“, antworte ich freudig darüber, von ihr angesprochen zu werden. „Wie toll.“, bekomme ich trocken zu hören. „Und was von beidem ist nun dein Vorname?“ Spätestens jetzt dämmert es mir, wie dusselig meine Antwort war und ich ergänze „Jacques!“

„Ah, so wie Jacques Villeneuve. Fährst du auch Autorennen?“, fragt sie mich verspielt. „Nein, ich bin Skilehrer aus Leidenschaft. Dank bester Ausbildung und jahrelanger Erfahrung dein Geheimtipp am Berg.“

„Ach was“, entgegnet sie mir neckisch und fordert mich auf von meiner Erfahrung zu erzählen. „Ich habe 2004 meine erste Saison bei der »Schweizer Skischule in Engelberg gemacht. In den zwei darauf folgenden Jahren unterrichtete ich im Winter in St. Moritz bei »The Red Legends (exklusiv für »Badrutt’s Palace) und im Sommer in Argentinien (Bariloche, Skischule »Fire On Ice exklusiv für »Hotel Llao Llao). 2010 hat es mich wieder nach Engelberg zurückgezogen und ich begann für »Prime Skischool zu arbeiten. Nach acht Jahren bei Prime, ist 2018 für mich der Zeitpunkt gekommen, mich als Skilehrer selbstständig zu machen.“

„Wow, da hast du ja tatsächlich einen grossen Erfahrungssatz!“, ruft sie dazwischen. „Und dabei sogar neben Deutsch, Französisch und English auch auf Spanisch unterrichtet“, hebe ich heraus. Sie lacht und zeigt sich nun etwas beeindruckt.

„Was muss man denn überhaupt für eine Ausbildung haben, um selbstständig als Skilehrer arbeiten zu können?“ Darüber erfreut, ihr Interesse an meiner Sache geweckt zu haben, berichte ich von meinem »Ausbildungsweg zum Schneesportlehrer mit eidgenössischem Fachausweis und den regelmässigen Weiterbildungen von Swiss Snow Sports, wo ich Mitglied bin.

„Ich sehe, du hast dein Hobby zum Beruf gemacht.“ „Nein“, antworte ich bestimmt, „meiner Passion und Leidenschaft einen professionellen Rahmen gegeben!“ „Das ist mal eine Ansage, die doch einiges über dich sagt“, erwidert sie meiner philosophischen Auffassung. „Wenn du mich buchst, weisst du, dass du einen top ausgebildeten Skilehrer bekommst. Du kannst mit mir Fortschritte auf und neben der Piste machen, da ich eine »Bewilligung für das Anbieten von Freerideunterricht habe.“

„Dann kann ich mit dir auch eine Skitour machen?“, unterbricht sie mich fragend. „Dies nicht, Skitouren und Gletscherabfahren sind den »lokalen Bergführern vorbehalten. Meine Kernkompetenz ist der Technikunterricht auf und neben der Piste. Ich gestalte meinen Unterricht modern und nach Prinzipien aus der Trainingslehre. Darin kenne ich mich sehr gut aus, da ich ein Sportstudium abgeschlossen habe. Wenn du willst, begleite ich dich bis zu deinem eigenen Abschluss als Skilehrer!“ „Wer weiss, eines Tages…“, beginnt sie ohne den Satz zu beenden. „Was ist den in deinem Unterricht speziell?“

„Mir ist es wichtig, dass du im Dialog erfährst, warum wir was machen und selbstständig erlebst, wie sich deine Skitechnik mit meinen Tipps verändert. Die Qualität meines Unterrichts steht für mich im Zentrum.“ „Davon will ich mich jetzt aber selber überzeugen.“ „Und ich freue mich bereits über dein Feedback zum Unterricht!“

„Wie heisst du denn?“ „Ich dachte schon du fragst mich nie danach“, erwidert sie leicht errötet. „Den Menschen, der sich hinter der Skibrille verbirgt kennenzulernen, ist nebst der Freude am Beobachten von Fortschritten das Spannende an meiner Arbeit.“

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